Drei Sein

Manchmal stellt sich die Frage, wer man ist. Weswegen und Wo.

Autismus. Ein Leben in einer anderen Welt? Gedankenwelt? Lebenswelt?

Wenn es wirklich verschiedene Welten geben sollte, lebe ich in Dreien.

Zu Hause, der Welt wo unbestimmtes nur bestimmt auftritt. Ausnahmen leider inbegriffen.

Lebenswelt. Eine Welt die nicht zu planen ist. Ich weiß nicht, was ich von jener Welt halten soll. Der Titel „Leben macht einsam“ begleitet mich schon Tage. Umso mehr ich Lebe, umso einsamer wird meine Welt. Vor wenigen Monaten hatte ich noch Kontakte, auch wenn manche virtuelle Kontakte wohl nicht als Wahr sehen werden.

Nun bin ich gefangen im Alltag. Verrichte meine Aufgaben und gehe wieder. Ganz ohne irgendeinen wirklichen Kontakt zu haben am gesamten Tag.

 

Selbst. Meine dritte Lebenswelt. Immer mehr spüre ich den eigenen Druck. Was für einen kann ich nicht sagen. Manchmal wünschte ich mir eine Nonverbale Lebenswelt. Wenn ich rausgehe und bei großen Pflastersteinen jeweils nur den zweiten betrete, ist es eine Erleichterung. Zwischen schnell und konkret sein. Was bringt eine Erleichterung, wenn die Welt sich trotzdem weiterdreht. Das Interesse daran nach Schulnoten, von außenstehenden, Mangelhaft zu bewerten ist?

Ich weiß nicht was ich bin. Oder wo ich bin. Wer. Wie. Warum. Und am meisten: Weshalb.

Vielleicht noch ein Wunder am Ende:

Vor einige Zeit habe ich mal eine Mail bekommen. Fremde Person. Einmalige Sache. Auch wenn es nicht um kennenlernen, sondern alleinig darum ging eine Hilfestellung geben zu sollen. Drei virtuelle Briefe hin und her geschrieben, mit Hilfestellung um ein Problem zu erörtern und Hilfe zu geben. Ich weiß nicht, wie vielen Personen diese Person sonst noch angeschrieben hat. Aber das mich freiwillig jemand privat Kontaktiert, obwohl diese Person mich auch Realitätsnah kennt, ist schon ein Wunder in sich. Normalerweise gehen alle ihre eigenen Wege.

Manchmal wird mir gesagt, dann solle ich einfach meinen Weg verlassen, wenn ich doch so unbedingt Kontakt haben wolle. Ich kann dies nicht verstehen. Das Sprichwort sagt „Wege kreuzen sich“ – ich scheine auf einer Anhöhe, oder wohl eher doch einem Tunnel, zu wandern.

Wieder gibt es zu viele ungeklärte Dinge. Mein Hirn rattert. Gedanken schwer.

Weg.

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