Heilung?

Warum will man denn keine Heilung?

Wäre es nicht toll, all die Dinge zu erleben, an dem sog. „Gesellschaftlichen Leben“ teilzunehmen?
Wäre es nicht toll, ohne Panikattacken in neue Situationen zu gehen und diese erst einmal ruhig zu analysieren und dann zu entscheiden, ob man in Panik verfallen will?
Wäre es nicht toll, Beziehungen zu Menschen aufzubauen und nicht nach Getanerarbeit genug von realen Menschlichen Wesen erschöpft zu sein?

Es ist wohl alles eine Sach der eigenen Wahrnehmung und dessen, was man daraus versucht zu machen.

Man kann sich einerseits wegsperren in ein Zimmer, nicht kommunizieren und sich nur vom Fernseher an die menschliche Gewohnheiten annähren. Man kann aber auch per Internet und sog. SocialMedia soetwas wie ein „Kontaktbaumstamm“ aufbauen, wo zumindest eine Möglichkeit besteht, Dinge per Tastatur einzugeben und diese dann reflektieren zu lassen. Kontakte baut man dadurch nicht auf.

Ist nicht gerade genau das ein Grund, warum man nicht geheilt werden will? Die Neurotypischen (NT’s) sagen doch:
„Wenn man sich ordentlich benimmt, respektvoll schreibt und hilft, bauen sich Kontakte von selbst auf“

Ich glaube, auch ohne Autismus, wäre ich so, wie ich bin. Vielleicht gäbe es die eine oder andere Sache, die man vielleicht z.B. Verhaltenstechnischerweise anders machen würde. Jedoch ist der oben genannte Satz dann der Gleiche.
Man baut eben durch pure Hilfsbereitschaft keine Kontakte auf.

Ein Grund, warum ich nicht geheilt werden möchte. Ich bin dann lieber Hilfsbereit, kann mich auf bestimmte Dinge verlassen, die abgesprochen wurden (Hausaufgaben,…) und habe sonst keinerlei private Konflikte. Hat auch einen Vorteil. Wenn ich mir die heutigen Beziehungen von Menschen anschaue, beobachte. Die heutige Zeit bringt Menschen nur noch dazu, das Hirn auszuschalten und nur noch nach dem zu handeln, was sie gerade für richtig halten.

Oder so kümmern sich nur noch Stundenlang um ihr aussehen, um dann auf irgendwelche Parties zugehen, wo sie dann Menschen kennen lernen, die sie niemals kennen lernen, jedoch eine Beziehung haben. Die dann kläglich am Leben scheitert.

Noch ein guter Grund, lieber autistisch zu sein mit Beziehungsaufbauproblemen. Man scheitert nicht an den Menschen, sondern an dessen Dummheit.

Menschen kontrollieren ihr Aussehen, beurteilen und sagen dann komische Dinge wie „Kein Interesse“. Oder: „Da habe ich mir etwas anderes vorgestellt“. Natürlich macht man sich Gedanken darum, was passieren wird, wie wo was. Aber zumindest selbst mache mir keinerlei Gedanken um das Aussehen der Person/en, die ich Beispielsweise gezwungener Maßen neukennen lernen muss bei neuen Klassen etc. Ich mache mir ausschließlich Gedanken darum, welche Verhaltensweisen dort auftreten werden und wie man diese am besten meistert.

Was bringt mir, Gedanke über das Aussehen zu machen? Absoluter schwachsinn. Gerade wo doch bestimmte Merkmale wie Haare sich sowieso verändern lassen. Aber warum verändern? Noch so eine komische Sache, die die Menschen machen.

Haarfarbe ändern. Aussehen ändern. Schwachsinnige Dinge, damit sie sich selbst verwirklichen. Wobei man sich fragen muss, ob man, nur weil man nun schwarz statt blond, braun statt grüne Haare, nun wirklich sich selbst ändert. Vermutlich ist das auch wieder nur so ein sentimentaler, psychiologischer Vorgang, der einem dies dann vermitteln soll.
Die Menschen wollen sich verändern. Am besten immer jemand anders sein.

(Ich gehe hier bewusst nicht auf Geschlechtsspezifische Angelegenheiten ein, da ich davon keinerlei Ahnung habe, was nun typisch das- typisch das ist – wobei es dieses typische auch gar nicht gibt. )

Typisch – noch so ein Neurotypisches Wort. Wer oder Was ist schon typpisch?
„Das ist mal wieder typisch“ – ein Sprichwort / Redewendung.

Natürlich wird es bestimmte Routinen geben, die jeder hat und jeder gerne anwendet. Aber es heißt auch, dass Menschen in Katalogen / Schubladen gesteckt werden. Auch Klischee und ähnliches genannt. Noch so ein Schwachsinn.

Ich habe die Schlüssel zu den Schubladen verloren. Das einzige Merkmal, was ich für die Menschen / auf die Menschen anwenden kann, ist die Kategorie: Respektvoll / Respektlos. Mehr habe ich nicht.

Wenn jemand offen und freundlich, hilfsbereit und an dem versprochenen festhält, ist dies vollkommen ausreichend um gemeinsam Dinge zu erarbeiten. Mehr braucht man nicht.

Ich denke, dass ist mitunter auch mein größter Vorteil. Ich kann Menschen nicht vorher verurteilen, nur wegen einem Aussehen oder einem „typischen“ darsein.

Ich kann Menschen nur nach dessen ganz konkreten, messbaren und zu analyisierenden Verhaltensweisen beurteilen. Verurteilen kann ich Menschen nur, wenn sie sich wirklich absolut entgegen meinem, im Kopf, festgelegten „Regelkatalog“ verhalten.

Und, ja: Regeln sind da um sie einzuhalten.

Ich denke, vorerst werde ich hier dann enden.

– Hilfsbereitschaft, soange sich Respektvoll verhalten wird
– Aussehen ist keine Beurteilungsmöglichkeit
– Veränderungen der äußerlichkeit, ändern nicht die innerlichen Werte

Bei FB: Heilismus – Heilung ist möglich

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