Familienallein

Kommen wir nun mal zum Thema Beziehungen. Im klassischen Sinne wird mit diesem Wort wahrscheinlich einhergebracht, dass man nicht nur auf Freundschaftsbasis, sondern auf Liebesbasis angekommen ist. Ob es diesen Freundschaftsbasisschritt tatsächlich als Haltepunkte geben muss, weiß ich allerdings nicht, daher klammere ich dies bei diesem Thema aus.

Somit wird es also im groben gesehen, um Beziehungen auf einer Liebesbasis gehen. Gerade deshalb, weil es auch um „Familie“ gehen soll. Ein großer Wunsch vieler Personen auf diesem Planet, wie es erscheint. Ob und wie viele (eigene) Kinder dort eine Rolle spielen, scheint mir auch eher Zeitrangig zu sein.

Manchmal entsteht ein Wunsch nach Familienallein sein. Der Wunsch danach, etwas zu haben, wofür man leben kann. Andererseits der Wunsch danach, Allein zu sein. Durch Kommunikationsstörungen und anderen Widrigkeiten wird es zwar zu diesem Konflikt niemals kommen, jedoch ist es einmal ein Gedankenspiel.

Was für jeden einzelnen Familie bedeutet, ist wohl nicht zu verallgemeinern. Vermutlich aber beinhaltet dies durchaus bei der Mehrheit der Meinungen, dass man nur eine Familie ist, wenn auch ein Zusammenleben zustande kommt, und dies nicht nur auf Virtueller Basis. Ich würde mich diese allgemeinen Annahme, mit der Annahme des diese Stimmt, anschließen.

Doch wie unterdrückt man bestimmte Wünsche, wenn es zu jenen keinen Zugang gibt? Manchmal fühlt man sich in dieser Welt wie ein Gefangener des eigenen Lebens. Man kann schließlich seine Haut nicht verlassen, jedoch auch nicht an sich selbst von alleine Ändern. Ohne Anreize ist es eben nicht möglich. Doch dort genau liegt vermutlich das Problem.

Zu Erwartungen habe ich ja schon etwas Philoophisches geschrieben.

Angenommen die Annahme stimmt, dann wird ein Wechselseitiges Interesse als Vorraussetzung gesehen, eine solche hier beschriebene Beziehung eingehen zu können. Außerdem ist es Gesellschaftlich immer noch hoch angesehen, wann das Bestimmte (männliche) Geschlecht diese Anfangsrolle übernehmen soll. Doch wie macht man dies, wenn die Fähigkeit dazu nicht vorhanden ist?

Genau. Man versucht sich Anzupassen. Seien es Figuren aus dem Fernsehen, die Repräsentiert werden auf Netzwerken, oder, wie es wohl die Meisten Menschen machen, durch bestimmte Gegenstände, die eine bestimmte Zielgruppe repräsentieren. Bzw. zeigen: „Du bist cool“. Persönliche Erfahrung zu diesem Thema: Beides absolut unbrauchbar und nicht Zweckerfüllend. Auch wenn es Zeitweise auch bei mir noch hochkommen mag, dass ich den Drang verspüre, etwas zu machen, was zwar zu 99,9% nicht Erfolgreich sein wird (jemanden kennen zu lernen, überhaupt ein (virtuelles) Gespräch) zu entwickeln,…), aber dennoch „Ein Versuch ist es Wert“ beinhaltet.

Das dies nahezu immer scheitert, vermag ich hier gar nicht lange debattieren oder verteidigen. Manchmal ist man eben doch einfach einem Wunsch erlegen.

Familienallein. Schwer ist das.

Einerseits ist der Wunsch Zeitweise durchaus da. Dann jedoch lernt man jeden Tag aufs neue, dass jener Wunsch humbug ist, da ein Vertrauen zu der Menschheit nicht gegeben zu sein scheint. Überall Tot und Mord. Serien wie „Touch“, die ein Zusammenleben zeigen, gehen dagegen in der Medienlandschaft vollkommen unter.

Dann noch jenes Problem, dass es, bei Nischen, niemals etwas Menschen gibt, die über diese Bestimmten Dinge sich dann auch unterhalten wollen. Dies aber nur als Nebensatz am Rande dieses kleinen Beitrages.

Manchmal ist der Familienwunsch extrem ausgeprägt, dann gibt es wieder Tage wo einfach die Energie zu Ende ist und, wenn dann noch andere Menschen zu versorgen wären, nicht funktionieren würde und ein Zusammenbruch bedeuten würde. So zumindest die meinige Annahme. Ob es so ist unterliegt nicht meinen Möglichkeiten des Denkens / Vorstellens.

Dann kommt jedoch der Wunsch dazu, alleine sein zu wollen. Gut. Dieses Ziel habe ich nun gute 25 Jahrelang geschafft, mit wenigen Tagen als Ausnahme. Doch, was wird dann zukünftig werden. Irgendwann wird der Tag kommen, wo ein alleinsein ansteht. Ab diesem Moment, so die bisherige zu beschreibene Situation, wird dies ein einsames leben. Noch gibt es die Möglichkeit durch ein Minimales Soziales Umfeld bestimmte Aktivitäten auszuführen und Begleitet zu werden. Doch wie sieht die Zukunft aus?

Ein „Puff“-Leben, wo Menschen dafür bezahlt werden, das sie Gnädigerweise Ausflüge oder Amtsgänge mit einem machen? Sieht am Ende so das Leben aus?

Ich weiß es nicht.

 

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Ein Kommentar zu “Familienallein

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